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Gamescom: Was Eltern über die Computerspiel-Messe wissen sollten

Neue Spiele testen, Streamer treffen und mit anderen Fans in die Gaming-Welt eintauchen: Seit 2009 zieht die Gamescom jährlich tausende Besucherinnen und Besucher an – darunter auch Kinder und Jugendliche. Für viele Jugendliche ist die Gamescom ein echtes Jahres-Highlight. Eltern können die Messe nutzen, um besser zu verstehen, was ihr Kind am Gaming begeistert – und gleichzeitig mehr über Jugendschutz und gesundes Zocken erfahren.

Drei Gründe, warum die Gamescom Jugendliche so begeistert

Wer selbst wenig mit Games zu tun hat, sieht vielleicht vor allem volle Hallen, lange Warteschlangen und sehr viel Bildschirmtechnik. Für Jugendliche steckt oft deutlich mehr dahinter, Gaming ist ein wichtiger Teil der Jugendkultur:

  1. Jugendliche spielen gemeinsam, tauschen sich über Games aus und treffen auf der Gamescom Menschen, mit denen sie dieses Interesse teilen. 

  2. Dazu kommen neue Spiele, große Inszenierungen, Cosplay, Creator und Merchandise. 

  3. Die Messe macht damit vieles sichtbar, was Jugendliche sonst vor allem online erleben.

Für Eltern kann genau das aufschlussreich sein. Fragen Sie Ihr Kind beispielsweise, auf welchen Stand es sich besonders freut, welches Spiel es testen möchte oder welchen Creator es gerne treffen würde. Interesse am Hobby schafft eine andere Gesprächsbasis als eine Diskussion, die erst dann beginnt, wenn es Streit über Spielzeiten gibt.

Weshalb sich die Gamescom auch für Eltern lohnt

Auf der Gamescom haben Sie als Eltern die Möglichkeit, mit Altersbeschränkungen von Videospielen, neuen Gaming-Trends und den Streamern bzw. Streamerinnen vertraut zu werden, die Ihr Kind so begeistern – wichtiger Input für den Familienalltag und Gespräche übers Zocken. Der Gedanke: Mehr Verständnis statt pauschalem Verbot.

Der gemeinsame Besuch der Gamescom eignet sich zudem wunderbar als Familienzeit, Zeichen der Wertschätzung, Gesprächsgrundlage und Einblicke in die Lebensrealität Ihres Kindes. 

Was beschäftigt Sie beim Gaming Ihres Kindes am meisten?

Auswertung

Das ist total nachvollziehbar. Videospiele sind ein beliebtes Hobby von Jugendlichen. Doch wie viel Zocken ist „normal“. Wenn Sie sich unsicher sind, ob Ihr Kind zu viel Zeit am PC oder der Konsole verbringt, gibt es bestimmte Anzeichen, auf die Sie achten können.

Auswertung

Brawl Stars, Roblox oder GTA: Jedes Spiel begeistert auf unterschiedliche Art und Weise – und birgt gleichzeitig verschiedene Gefahren. Eltern können vor allem auf USK-Altersfreigaben, Glücksspielelemente, Zeitbegrenzungen, Kostenfallen und Cybergrooming in Chats achten.

Auswertung

Absolut berechtigt! Auch wenn Spiele scheinbar kostenlos sind, verstecken sie Kostenfallen in Lootboxen, Upgrades oder Merchandise. Aufklärung finden Sie bei uns auf der Webseite.

Auswertung

Sehr sinnvoll: Ein besseres Verständnis und Interesse für die Hobbies Ihres Kindes sind die optimale Grundlage für offene Gespräche über Medienzeiten etc. Wie wäre es, beim Fachjargon zu beginnen? Unser Gaming-ABC hilft Ihnen sicherlich weiter.

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Checkliste: Vorbereitung auf den Gamescom-Ausflug

  • Verfügbarkeit des Familientickets prüfen

  • Lichtbildausweis mitnehmen

  • Bei jüngeren Kindern vorher gemeinsam interessante Bereiche auswählen

  • Treffpunkt vereinbaren, falls Sie sich in den Hallen verlieren

  • Pausen in der Outdoor Area einplanen – ein Messetag kann lang und reizintensiv sein

  • Vorher ein Budget für Essen und Merchandise vereinbaren

  • USK-Kennzeichen nicht nur auf der Messe, sondern auch zuhause als Orientierung für Jugendschutz nutzen

Von der Gamescom an den Küchentisch: Anregungen für Zuhause

Wie geht’s weiter? Sie müssen nach einem Gamescom-Besuch nicht plötzlich jedes Spiel kennen. Interessanter ist, was Sie über die Medienwelt Ihres Kindes erfahren haben. Nutzen Sie die Messe-Erfahrungen für ein offenes Gespräch. Der Einstieg: Was war dein Gamescom-Highlight – und warum? 

Aus dieser einfachen Frage kann sich ein Gespräch über Games, Freundschaften, Spielzeiten oder neue Wünsche entwickeln, ohne dass direkt Regeln oder Probleme im Mittelpunkt stehen. Weitere Fragen für offene Gespräche übers Zocken können sein:

  • Was macht dir an diesem Spiel besonders Spaß?

  • Spielst du lieber allein oder gemeinsam mit anderen?

  • Woran merkst du selbst, dass du eine Pause brauchst?

  • Welche Käufe oder Zusatzinhalte gibt es im Spiel?

  • Was wäre für dich eine faire Regel für Spielzeiten?

  • Welche Games könnten wir einmal gemeinsam ausprobieren?

Gerade bei Jugendlichen sind gemeinsam vereinbarte und nachvollziehbare Medienregeln häufig hilfreicher als Regeln, die ausschließlich von Eltern vorgegeben werden. Nutzen Sie gerne unsere Vorlage für eine gemeinsame Medienvereinbarung

Noch mehr Impulse rund um Videospiele und eine ausgewogene Mediennutzung von Jugendlichen finden Sie hier auf unserer Webseite.