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AFK, Noob, Lootbox: Das Gaming-ABC für Eltern, die mitreden wollen

AFK, GG, RPG – und Sie verstehen nur Bahnhof? Manchmal kann es helfen, in Familien-Gesprächen über Gaming auch die richtigen Begriffe zu verwenden. Oder sie zumindest zu kennen. Was meint mein Kind, wenn es GG oder NPC sagt? Mit unserem Gaming-ABC werden Sie zum Gesprächspartner.

Wenn Ihr Kind beim Abendessen von einem epischen Raid erzählt, einer neuen Lootbox oder dem besten Speedrun aller Zeiten – und Sie nur nicken: Das kennen viele Eltern. Wer die Sprache ein bisschen versteht, findet leichter den Draht zum Kind – ganz ohne selbst zum Gamer werden zu müssen.

Wie häufig spielt Ihr Kind zuhause Videospiele?

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Auswertung Wie häufig spielt Ihr Kind zuhause Videospiele?

Damit liegt Ihr Kind im oberen Durchschnitt. Laut JIM-Studie 2025 zocken Jugendliche rund eineinhalb Stunden täglich. Entscheidend ist weniger die genaue Stundenzahl als die Frage: Kommen Schule, Freunde und andere Hobbies noch auf ihre Kosten? Tipps für ein gutes Gleichgewicht finden Sie weiter unten.

Auswertung Wie häufig spielt Ihr Kind zuhause Videospiele?

Das liegt unter dem Durchschnitt – Gaming spielt bei Ihrem Kind (noch) eine überschaubare Rolle. Trotzdem lohnt es sich, die Grundlagen zu kennen: Was zockt mein Kind? Mit wem? Und was gibt es dabei zu beachten? Antworten finden Sie weiter unten.

Auswertung Wie häufig spielt Ihr Kind zuhause Videospiele?

Seltener zocken klingt entspannt – aber lange Sessions am Stück können intensiver wirken als tägliches Spielen in Maßen. Was dabei im Gehirn passiert und warum Zeitlimits trotzdem sinnvoll sind, erfahren Sie weiter unten.

Auswertung Wie häufig spielt Ihr Kind zuhause Videospiele?

Dann ist Gaming aktuell kein Thema bei Ihnen – gut möglich, dass das so bleibt. Aber: Die Begriffe aus dem Gaming tauchen längst auch in Schulpausen, Chats und auf Social Media auf. Ein bisschen Grundwissen schadet also nie.

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Was Ihr Kind meint, wenn es zockt: 50 Gamer-Begriffe erklärt

Diese alphabetische Liste mit wichtigen Gamer-Abkürzungen und Fachbegriffen hilft Ihnen, das nächste Gespräch über Gaming auf Augenhöhe zu führen. Für ausführlichere Erklärungen und weitere Begriffserklärungen klicken Sie sich gerne durch unser Glossar:

  1. AFK: Bedeutet „away from keyboard“ und heißt, dass jemand gerade nicht aktiv am Spiel teilnimmt.

  2. Avatar: Die Spielfigur oder das digitale Profilbild, mit dem man im Spiel auftritt.

  3. Battle Pass: Ein Belohnungssystem, bei dem man durch Spielen neue Inhalte freischaltet, oft mit kostenpflichtiger Premium-Version.

  4. Ban: Wenn ein Account gesperrt wird, zum Beispiel wegen Cheats, Beleidigungen oder Regelverstößen.

  5. Cheat: Ein unerlaubter Trick oder ein Programm, mit dem man sich Vorteile im Spiel verschafft.

  6. DLC: Bedeutet „downloadable content“, also ein Zusatzinhalt für ein Spiel, der nachträglich heruntergeladen wird und oft extra kostet. 

  7. Discord: Eine beliebte Plattform für Chats, Sprachkanäle und Gaming-Communitys.

  8. E-Sport: Wettkampfmäßiges Gaming, bei dem Einzelpersonen oder Teams professionell gegeneinander antreten.

  9. Ego-Shooter: Ein Spielgenre, bei dem man aus der Ich-Perspektive schießt und kämpft.

  10. Emotes: Kleine Gesten, Tänze oder Reaktionen, die Spielfiguren im Spiel ausführen können.

  11. Free-to-Play (F2P): Ein Spiel ist kostenlos spielbar, finanziert sich aber oft über In-Game-Käufe.

  12. GG / GG EZ: „GG“ heißt „good game“, während „GG EZ“ provozierend bedeutet, dass das Spiel angeblich leicht gewonnen wurde. „EZ“ steht dabei für „easy“.

  13. GLHF: Bedeutet „good luck, have fun“ und wird vor Spielbeginn als freundlicher Gruß genutzt.

  14. Glitch: Ein Fehler im Spiel, der zu unerwartetem oder komischem Verhalten führen kann.

  15. HP (Health Points): Lebenspunkte, die anzeigen, wie viel Schaden eine Figur noch aushält.

  16. In-Game-Käufe: Käufe direkt im Spiel, zum Beispiel für Skins, Währung, Extras oder Vorteile.

  17. Joinen: Bedeutet, einem Spiel, Team oder Sprachchat beizutreten.

  18. Jumpscare: Ein plötzlicher Schreckmoment, der vor allem in Horror-Games vorkommt.

  19. Koop: Steht für „Kooperation“ und bedeutet gemeinsames Spielen im Team statt gegeneinander.

  20. Lag: Verzögerung im Spiel, meist durch schlechte Internetverbindung oder technische Probleme.

  21. Let’s Play: Ein Video, in dem jemand ein Spiel spielt und dabei kommentiert.

  22. Lootboxen: Virtuelle Überraschungspakete mit zufälligem Inhalt, die manchmal gekauft werden können.

  23. L2P: Steht für„learn to play“ und wird oft abwertend genutzt, wenn jemand schlecht spielt.

  24. Multiplayer: Ein Spielmodus, in dem mehrere Personen zusammen oder gegeneinander spielen.

  25. MMOG / MMORPG: Steht für „Massive-Multiplayer-Online (Role-Playing) Games“, also große Online-Spiele, in denen sehr viele Spieler gleichzeitig in derselben Spielwelt unterwegs sind.

  26. Noob: Abwertender Begriff für Anfänger oder Spieler, die angeblich schlecht spielen.

  27. NPC: Ein „Non-Playable Character“, also eine Figur im Spiel, die nicht von echten Menschen, sondern vom Spiel gesteuert wird.

  28. OP: Bedeutet „overpowered“ und beschreibt etwas, das im Spiel zu stark oder unfair wirkt.

  29. Open World: Eine offene Spielwelt, die man frei erkunden kann.

  30. Owned: Bedeutet, dass jemand sehr deutlich besiegt oder ausgetrickst wurde.

  31. Pay-to-Win: Wenn man durch Bezahlen echte Spielvorteile bekommt.

  32. Power-up: Ein Bonus im Spiel, der eine Figur kurzzeitig verbessert.

  33. Pro: Kurz für „Professional“, also jemand, der sehr gut spielt oder sogar professionell zockt – quasi das Gegenteil von Noob

  34. Quest: Eine Aufgabe oder Mission, die man im Spiel erledigen kann.

  35. Raid: Eine größere gemeinsame Mission, bei der mehrere Spieler zusammen starke Gegner oder Herausforderungen schaffen.

  36. RPG: Heißt „Role-Playing-Game“ und ist ein Rollenspiel, bei dem man eine Figur entwickelt, Entscheidungen trifft und oft einer Geschichte folgt.

  37. Skill: Die Fähigkeit oder das Können einer Person im Spiel.

  38. Skins: Digitale Outfits oder Designs für Figuren, Waffen oder Gegenstände.

  39. Smurf: Ein erfahrener Spieler, der mit einem neuen oder niedrig eingestuften Account spielt. Das kann für unfaire Spielverhältnisse sorgen und zu Frustration beim Verlierer führen.

  40. Speedrun: Der Versuch, ein Spiel so schnell wie möglich durchzuspielen.

  41. Streamer bzw. Streamerin: Eine Person, die live zeigt, wie sie spielt, und dabei mit Zuschauern interagiert.

  42. Toxic: Gemeint ist beleidigendes, aggressives oder unfaires Verhalten im Spiel oder Chat.

  43. USK: Die deutsche Alterskennzeichnung für Games (wie FSK bei Filmen).

  44. Voice-Chat: Sprachchat im Spiel, über den Spieler miteinander reden können.

  45. V-Bucks: Die virtuelle Währung in Fortnite. Jedes Spiel hat eine andere Währung. Bei Brawl Stars spricht man zum Beispiel von Gems, also Juwelen. Achtung: Spielwährung muss teilweise mit echtem Geld gekauft („gewechselt“) werden. 

  46. Whales: Spieler, die sehr viel Geld in einem Spiel ausgeben.

  47. WP: Bedeutet „well played“ und heißt so viel wie „gut gespielt“.

  48. XP / Erfahrungspunkte: Punkte, mit denen man Level aufsteigt oder Fortschritt freischaltet.

  49. YouTuber: Eine Person, die Videos auf YouTube veröffentlicht – im Gaming-Bereich zum Beispiel Let’s Plays.

  50. Zocken: Umgangssprachlich für Videospiele spielen.

Risiken kennen, Gespräche führen: Gaming sicher begleiten

Abkürzungen verstehen ist ein guter Anfang. Aber Gaming bringt auch Themen mit, bei denen Eltern genauer hinschauen sollten – hier sind die 5 wichtigsten:

  • 1. Zeitlimit: Wenn Schluss ist, ist Schluss

    Legen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind ein realistisches Zeitlimit fest – und holen Sie sich sein Einverständnis. So können Sie sich im Zweifelsfall auf eine gemeinsame Vereinbarung berufen, nicht auf eine elterliche Ansage. Kompromisse sind dabei ausdrücklich erlaubt.
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Ist mein Kind süchtig nach Computerspielen?

Ein Anzeichen für eine Computerspielsucht ist, dass Betroffene zunehmend die Kontrolle darüber verlieren, wann und wie viel sie täglich zocken. Freunde und andere Hobbies werden vernachlässigt, das eigentliche Gamingausmaß verheimlicht. Auch aggressives, reizbares Verhalten kann ein Indiz sein. Nutzen Sie unsere Beratungsangebote, wenn Sie unsicher sind.

  • 2. Jugendfreigabe: Gewalt im Game muss nicht sein

    Mit der USK erhalten Eltern eine erste Orientierung, für welche Altersgruppe ein Videospiel geeignet ist – zum Beispiel, weil Gewalt, sexualisierte Inhalte oder andere nicht-jugendfreie Themen vorkommen. Aber: Sie kennen Ihr Kind am besten. Schauen Sie sich Games gemeinsam an, sprechen Sie über die Inhalte und entscheiden Sie auch nach Reife, Spielverhalten und Bauchgefühl.
  • 3. Cybergrooming: Was im Chat passiert, bleibt nicht immer im Chat

    Die Chat-Funktion vieler Videospiele eröffnet Pädokriminellen Möglichkeiten, Kinder und Jugendliche direkt zu kontaktieren – besonders bei Spielen wie Roblox, die sich an jüngere Zielgruppen richten. Sprechen Sie offen mit Ihrem Kind über Cybergrooming: Aufklärung und eine gute Vertrauensbasis schützen. Und: Private Daten wie Adresse, Schule oder Telefonnummer gehören nie in den Chat.
  • 4. In-Game-Käufe: Wenn das Taschengeld irgendwann nicht mehr reicht

    Skins, Battle Passes, Lootboxen, DLCs – was sie gemeinsam haben: Sie kosten manchmal echtes Geld, fühlen sich aber nicht so an. Statt 11,99 Euro sieht man nur 170 Juwelen – und der Überblick geht schnell verloren. Klären Sie gemeinsam: Was darf gekauft werden? Wie viel Budget gibt es im Monat? Über wessen Konto laufen die Käufe?

    Tipp: Rechnen Sie regelmäßig gemeinsam um, was 170 Juwelen wirklich bedeuten – und stellen Sie die Summe vielleicht in Relation zu anderen Produkten oder Erlebnissen: „Dafür hättest du zweimal ins Schwimmbad gehen können.“
  • 5. Lootboxen und Belohnungssysteme: Warum „nur noch kurz“ oft nicht klappt

    Neue Items, neue Levels, neue Lootboxen: Videospiele setzen gezielt auf kleine Überraschungen per Zufallsprinzip – man weiß nie genau, was man bekommt, und probiert es deshalb immer wieder. Beim Freischalten wird Dopamin ausgeschüttet, das Gehirn will mehr. Informieren Sie sich, welche Belohnungsmechanismen im Lieblingsspiel Ihres Kindes stecken.

Quiz: Wie gut kennen Sie sich mit Videospielen aus?

Gamer-Sprache, Risiken, Belohnungssysteme – bereit für den Test? In unserem Videospiel-Quiz warten 10 Fragen rund ums Zocken auf Sie. Und falls Sie mal nicht weiterkommen: Fragen Sie einfach Ihr Kind. Wer fragt, zeigt Interesse – und das ist mehr wert als jede richtige Antwort.