AFK, GG, RPG – und Sie verstehen nur Bahnhof? Manchmal kann es helfen, in Familien-Gesprächen über Gaming auch die richtigen Begriffe zu verwenden. Oder sie zumindest zu kennen. Was meint mein Kind, wenn es GG oder NPC sagt? Mit unserem Gaming-ABC werden Sie zum Gesprächspartner.
Wenn Ihr Kind beim Abendessen von einem epischen Raid erzählt, einer neuen Lootbox oder dem besten Speedrun aller Zeiten – und Sie nur nicken: Das kennen viele Eltern. Wer die Sprache ein bisschen versteht, findet leichter den Draht zum Kind – ganz ohne selbst zum Gamer werden zu müssen.
Wie häufig spielt Ihr Kind zuhause Videospiele?
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Was Ihr Kind meint, wenn es zockt: 50 Gamer-Begriffe erklärt
Diese alphabetische Liste mit wichtigen Gamer-Abkürzungen und Fachbegriffen hilft Ihnen, das nächste Gespräch über Gaming auf Augenhöhe zu führen. Für ausführlichere Erklärungen und weitere Begriffserklärungen klicken Sie sich gerne durch unser Glossar:
AFK: Bedeutet „away from keyboard“ und heißt, dass jemand gerade nicht aktiv am Spiel teilnimmt.
Avatar: Die Spielfigur oder das digitale Profilbild, mit dem man im Spiel auftritt.
Battle Pass: Ein Belohnungssystem, bei dem man durch Spielen neue Inhalte freischaltet, oft mit kostenpflichtiger Premium-Version.
Ban: Wenn ein Account gesperrt wird, zum Beispiel wegen Cheats, Beleidigungen oder Regelverstößen.
Cheat: Ein unerlaubter Trick oder ein Programm, mit dem man sich Vorteile im Spiel verschafft.
DLC: Bedeutet „downloadable content“, also ein Zusatzinhalt für ein Spiel, der nachträglich heruntergeladen wird und oft extra kostet.
Discord: Eine beliebte Plattform für Chats, Sprachkanäle und Gaming-Communitys.
E-Sport: Wettkampfmäßiges Gaming, bei dem Einzelpersonen oder Teams professionell gegeneinander antreten.
Ego-Shooter: Ein Spielgenre, bei dem man aus der Ich-Perspektive schießt und kämpft.
Emotes: Kleine Gesten, Tänze oder Reaktionen, die Spielfiguren im Spiel ausführen können.
Free-to-Play (F2P): Ein Spiel ist kostenlos spielbar, finanziert sich aber oft über In-Game-Käufe.
GG / GG EZ: „GG“ heißt „good game“, während „GG EZ“ provozierend bedeutet, dass das Spiel angeblich leicht gewonnen wurde. „EZ“ steht dabei für „easy“.
GLHF: Bedeutet „good luck, have fun“ und wird vor Spielbeginn als freundlicher Gruß genutzt.
Glitch: Ein Fehler im Spiel, der zu unerwartetem oder komischem Verhalten führen kann.
HP (Health Points): Lebenspunkte, die anzeigen, wie viel Schaden eine Figur noch aushält.
In-Game-Käufe: Käufe direkt im Spiel, zum Beispiel für Skins, Währung, Extras oder Vorteile.
Joinen: Bedeutet, einem Spiel, Team oder Sprachchat beizutreten.
Jumpscare: Ein plötzlicher Schreckmoment, der vor allem in Horror-Games vorkommt.
Koop: Steht für „Kooperation“ und bedeutet gemeinsames Spielen im Team statt gegeneinander.
Lag: Verzögerung im Spiel, meist durch schlechte Internetverbindung oder technische Probleme.
Let’s Play: Ein Video, in dem jemand ein Spiel spielt und dabei kommentiert.
Lootboxen: Virtuelle Überraschungspakete mit zufälligem Inhalt, die manchmal gekauft werden können.
L2P: Steht für„learn to play“ und wird oft abwertend genutzt, wenn jemand schlecht spielt.
Multiplayer: Ein Spielmodus, in dem mehrere Personen zusammen oder gegeneinander spielen.
MMOG / MMORPG: Steht für „Massive-Multiplayer-Online (Role-Playing) Games“, also große Online-Spiele, in denen sehr viele Spieler gleichzeitig in derselben Spielwelt unterwegs sind.
Noob: Abwertender Begriff für Anfänger oder Spieler, die angeblich schlecht spielen.
NPC: Ein „Non-Playable Character“, also eine Figur im Spiel, die nicht von echten Menschen, sondern vom Spiel gesteuert wird.
OP: Bedeutet „overpowered“ und beschreibt etwas, das im Spiel zu stark oder unfair wirkt.
Open World: Eine offene Spielwelt, die man frei erkunden kann.
Owned: Bedeutet, dass jemand sehr deutlich besiegt oder ausgetrickst wurde.
Pay-to-Win: Wenn man durch Bezahlen echte Spielvorteile bekommt.
Power-up: Ein Bonus im Spiel, der eine Figur kurzzeitig verbessert.
Pro: Kurz für „Professional“, also jemand, der sehr gut spielt oder sogar professionell zockt – quasi das Gegenteil von Noob
Quest: Eine Aufgabe oder Mission, die man im Spiel erledigen kann.
Raid: Eine größere gemeinsame Mission, bei der mehrere Spieler zusammen starke Gegner oder Herausforderungen schaffen.
RPG: Heißt „Role-Playing-Game“ und ist ein Rollenspiel, bei dem man eine Figur entwickelt, Entscheidungen trifft und oft einer Geschichte folgt.
Skill: Die Fähigkeit oder das Können einer Person im Spiel.
Skins: Digitale Outfits oder Designs für Figuren, Waffen oder Gegenstände.
Smurf: Ein erfahrener Spieler, der mit einem neuen oder niedrig eingestuften Account spielt. Das kann für unfaire Spielverhältnisse sorgen und zu Frustration beim Verlierer führen.
Speedrun: Der Versuch, ein Spiel so schnell wie möglich durchzuspielen.
Streamer bzw. Streamerin: Eine Person, die live zeigt, wie sie spielt, und dabei mit Zuschauern interagiert.
Toxic: Gemeint ist beleidigendes, aggressives oder unfaires Verhalten im Spiel oder Chat.
USK: Die deutsche Alterskennzeichnung für Games (wie FSK bei Filmen).
Voice-Chat: Sprachchat im Spiel, über den Spieler miteinander reden können.
V-Bucks: Die virtuelle Währung in Fortnite. Jedes Spiel hat eine andere Währung. Bei Brawl Stars spricht man zum Beispiel von Gems, also Juwelen. Achtung: Spielwährung muss teilweise mit echtem Geld gekauft („gewechselt“) werden.
Whales: Spieler, die sehr viel Geld in einem Spiel ausgeben.
WP: Bedeutet „well played“ und heißt so viel wie „gut gespielt“.
XP / Erfahrungspunkte: Punkte, mit denen man Level aufsteigt oder Fortschritt freischaltet.
YouTuber: Eine Person, die Videos auf YouTube veröffentlicht – im Gaming-Bereich zum Beispiel Let’s Plays.
Zocken: Umgangssprachlich für Videospiele spielen.
Risiken kennen, Gespräche führen: Gaming sicher begleiten
Abkürzungen verstehen ist ein guter Anfang. Aber Gaming bringt auch Themen mit, bei denen Eltern genauer hinschauen sollten – hier sind die 5 wichtigsten:
Ist mein Kind süchtig nach Computerspielen?
Ein Anzeichen für eine Computerspielsucht ist, dass Betroffene zunehmend die Kontrolle darüber verlieren, wann und wie viel sie täglich zocken. Freunde und andere Hobbies werden vernachlässigt, das eigentliche Gamingausmaß verheimlicht. Auch aggressives, reizbares Verhalten kann ein Indiz sein. Nutzen Sie unsere Beratungsangebote, wenn Sie unsicher sind.
Quiz: Wie gut kennen Sie sich mit Videospielen aus?
Gamer-Sprache, Risiken, Belohnungssysteme – bereit für den Test? In unserem Videospiel-Quiz warten 10 Fragen rund ums Zocken auf Sie. Und falls Sie mal nicht weiterkommen: Fragen Sie einfach Ihr Kind. Wer fragt, zeigt Interesse – und das ist mehr wert als jede richtige Antwort.