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Zeit zum Zocken: Fünf Offline-Alternativen zu Minecraft, Fortnite und Co.

Das vereinbarte Zeitlimit für Videospiele ist diese Woche schon erreicht? Fangen Sie den Frust Ihres Kindes mit geeigneten Alternativen auf. Denn Spielen geht schließlich auch ohne PC oder Konsole. In diesem Beitrag erfahren Eltern, welche Brettspiele gut zu den Lieblingsgames ihrer Kinder passen.

Top 5: Die beliebtesten Videospiele von Jugendlichen

In der JIM-Studie 2025 wurde untersucht, welche digitalen Spiele bei Jugendlichen besonders beliebt sind. Die Antworten unterscheiden sich leicht nach Alter. Doch die klare Nummer 1 ist in allen Altersgruppen gleich: Minecraft

Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren spielen außerdem gerne Roblox und Fortnite. Die Älteren, also 16- bis 19-jährige Clash Royale, Hay Day und ebenfalls Fortnite.

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Im Schnitt verbringen Jugendliche täglich knapp 1,5 Stunden (88 Minuten) mit Gaming – Jungs etwas mehr als Mädchen. Sie haben das Gefühl, Ihr Kind verspielt zu viel Zeit mit Online-Games? Lassen Sie sich kostenlos per E-Mail beraten.

Und wenn die tägliche Zeit für Konsole, PC und Tablet aufgebraucht ist? Keine Sorge, hier finden Sie die geeignete Offline-Alternative – als Spaß für die ganze Familie. Mit überzeugenden Ideen in petto locken Sie Ihr Kind geschickt vom Bildschirm weg – und erleben gemeinsam spannende Abenteuer im Brettspiel. 

Minecraft Alternative: Bauen, erkunden und überleben

Bei Minecraft entsteht aus einzelnen Blöcken eine ganze Welt – Kreativität und Planung sind gefragt. Ganz ähnlich funktioniert Carcassonne: Plättchen für Plättchen wachsen Landschaften mit Städten, Straßen und Klöstern.

  • Alter: ab 7

  • Anzahl Spielerinnen und Spieler: 2-5

  • Dauer: ca. 35 min.

Wer an Minecraft besonders das Sammeln und geschickte Einsetzen von Ressourcen mag, könnte außerdem an (Die Siedler von) Catan Gefallen finden. Hier wird gehandelt, gebaut und um die besten Siedlungsplätze gerungen.

  • Alter: ab 10

  • Anzahl Spielerinnen und Spieler: 3-4

  • Dauer: ca. 75 min.

Fortnite Alternative: Battle Royale in real life

Schnelle Entscheidungen, Teamwork und jede Menge Action machen Fortnite als Battle-Royale-Spiel so spannend. Wer dieses Spielgefühl nach draußen holen möchte, kann es mit Lasertag oder – je nach Alter, Anbieter und Wetter – Paintball versuchen. 

Hier kommt es ebenfalls darauf an, sich geschickt zu bewegen, mit dem eigenen Team eine Strategie zu entwickeln und die Gegner im Blick zu behalten. Ideal als Familienausflug gegen Langeweile.

Roblox Alternative: Mini-Spiele für maximalen Spaß

Bei Roblox können Jugendliche zwischen unzähligen kleinen Games und Challenges wechseln. Genau diese Abwechslung bieten Spiele wie Beat That! oder Schlag den Raab auch offline.

  • Alter: ab 8 (Beat That!) bzw. 12 (Schlag den Raab)

  • Anzahl Spielerinnen und Spieler: 2-8 (Beat That!) bzw. 2-6 (Schlag den Raab)

  • Dauer: ca. 45 min. (Beat That!) bzw. 45-90 min. (Schlag den Raab)

Mal sind Geschicklichkeit und Schnelligkeit gefragt, mal Wissen oder ein gutes Gedächtnis. Besonders gut funktioniert das als kleine Familien-Challenge, bei der jede und jeder seine Stärken ausspielen kann.

Clash Royale Alternative: Strategie zum Siegen

Welche Figur setze ich wann ein – und wie durchkreuze ich den Plan meines Gegenübers? Wer an Clash Royale vor allem das taktische Duell liebt, findet mit Stratego eine passende Offline-Alternative. 

Auch hier treten zwei Seiten gegeneinander an, planen ihre Züge voraus und versuchen, die gegnerische Strategie zu durchschauen. Anstelle von Türmen werden hier Fahnen erobert.

  • Alter: ab 8

  • Anzahl Spielerinnen und Spieler: 2

  • Dauer: ca. 45 min.

Hay Day Alternative: Ernten, handeln, wachsen

In Hay Day wird angebaut, produziert, verkauft und der eigene Hof immer weiter ausgebaut. Ähnlichen Aufbau-Spaß bringt Machi Koro auf den Spieltisch: Hier entwickelt jede Person ihre eigene Stadt und investiert Einnahmen geschickt in neue Gebäude. So werden aus kleinen Anfängen Runde für Runde immer größere Pläne.

  • Alter: ab 8

  • Anzahl Spielerinnen und Spieler: 2-4

  • Dauer: ca. 30 min.

Noch mehr Spaß: 10 Spiele für Familien

  1. 7 Wonders – Aufbau und Strategie wie in Civilization-Games: Ressourcen sammeln, Gebäude errichten, die eigene Zivilisation entwickeln.

  2. Kingdomino – Landschaften zusammensetzen und das eigene Königreich ausbauen – erinnert an Aufbau- und Crafting-Games.

  3. MicroMacro: Crime City – gemeinsam eine große Spielwelt erkunden, Hinweise suchen und Fälle lösen; fast wie ein analoges Open-World-Detektivspiel.

  4. Dorfromantik – Landschaften legen, Aufgaben erfüllen und gemeinsam immer bessere Ergebnisse erzielen; ähnlich dem entspannten Gameplay von Cozy Games.

  5. Pandemic – als Team Strategien entwickeln und gemeinsam gegen das Spiel antreten; passend für Fans kooperativer Spiele.

  6. Magic Maze – gemeinsam Figuren durch ein Einkaufszentrum steuern; unter Zeitdruck und mit eingeschränkter Kommunikation. Erinnert an kooperative Multiplayer-Games.

  7. Small World – Gebiete erobern, Völker auswählen und ihre Spezialfähigkeiten clever einsetzen; für Fans von Strategie- und Eroberungsspielen.

  8. Andor – gemeinsam eine Fantasy-Welt erkunden, Aufgaben erfüllen und Monster bekämpfen; eine Brettspiel-Alternative zu Rollenspielen und Adventures.

  9. Colt Express – planen, bluffen, kämpfen und Beute machen: ein chaotisches Duell mit viel Action und Überraschungen.

  10. Azul – Muster planen, Plättchen sammeln und geschickt kombinieren. Das hat etwas von Puzzle- und Aufbau-Games.

Interesse am Spiel: 5 Fragen für offene Gaming-Gespräche

Nutzen Sie die Gelegenheit des gemeinsamen Spieleabends, um mehr über die Gaming-Interessen Ihres Kindes zu erfahren. Was fasziniert beim Zocken? Welche Risiken werden von selbst erkannt? Wo braucht Ihr Kind noch Hilfe?

Diese konkreten Fragen können dabei helfen, ein ehrliches Gespräch zu eröffnen – und die Selbstreflexion der Mediennutzung Ihres Kindes anregen:

  • Welches Computerspiel zockst du momentan am liebsten?

    So signalisieren Sie einerseits Interesse am Hobby Ihres Kindes und erhalten gleichzeitig einen Anhaltspunkt für weitere Recherche. Informieren Sie sich, um was für ein Spiel es sich handelt und welche Risiken es bergen kann. Stichwort: Versteckte Kosten, Gewaltdarstellungen, Suchtpotenzial?
  • Was reizt dich an deinem liebsten Computerspiel am meisten?

    Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, die Stärken des Spiels in eigenen Worten zu erklären. Dabei erfahren Sie auch, was Ihrem Kind besonders viel Spaß macht. Ist es das Bewältigen von Challenges? Das Taktieren? Oder das kreative Gestalten? Daraus ergeben sich vielleicht Ideen für ergänzende Hobbies. Eine gesunde Balance zwischen Online- und Offline-Aktivitäten ist das Ziel.
  • Mit welchem Brettspiel oder welcher Aktivität würdest du dein Lieblingsgame vergleichen?

    Mit dieser Frage erhalten Sie direkt Inspiration für die nächste Spielerunde. Gleichzeitig tauchen Sie in die Lebenswelt der Jugendlichen ein und lernen, welche Spiele die jüngere Generation tatsächlich kennen und mögen. Ist Risiko immer noch cool? Und: Welche Spiele sind momentan im Trend? Fragen Sie nach!
  • Was sind vielleicht Risiken, die Computerspiele mit sich bringen?

    So regen Sie Ihr Kind zur kritischen Reflexion der eigenen Mediennutzung an. Eine sinnvolle Anschlussfrage wäre: Warum? Und dann: Wie kannst du dieses Risiko umgehen? Lassen Sie Ihr Kind Vorschläge für eine bewusste Mediennutzung machen – selbstbestimmt, realistisch und verbindlich.
  • Warum fällt es dir manchmal schwer, das Computerspiel zu beenden?

    Auch diese Frage zielt auf Selbstreflexion ab. Sie begegnen den Herausforderungen Ihres Kindes mit Verständnis statt mit Vorwürfen. Aus der Antwort hören Sie vielleicht heraus, an welcher Stelle Ihr Kind Ihre Unterstützung benötigt, um Selbstregulation und Medienkompetenz zu stärken.
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Wie viel Zocken ist okay? Starre Minutenregeln passen nicht zu jeder Familie. Wichtiger ist, dass Schlaf, Schule, Freundschaften und andere Hobbys nicht zu kurz kommen. Gemeinsame Absprachen oder ein flexibles Wochenkontingent können Streit vorbeugen. Kennen Sie außerdem schon unseren Selbsttest für Jugendliche?

Online-Game oder Offline-Alternative? Der Mix macht‘s

Spielspaß geht auch ohne Konsole und Co. – muss aber nicht. Offline-Alternativen aufzuzeigen, bedeutet nicht, digitale Spiele komplett zu unterbinden. Doch der Mix aus Computerspielen und Brettspielen oder anderen Aktivitäten, für die man keinen Bildschirm braucht, fördert eine ausgewogene Mediennutzung bei Jugendlichen. Pluspunkt: mehr Quality-Time mit der Familie.