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Was tun ohne Handy? 7 Offline-Ideen für die Sommerferien

6 Wochen Ferien, 7 Digital-Detox-Ideen: Von Foto-Challenges mit der Einweg-Kamera bis zur Rad-Tour in die Walachei – diese Sommer-Beschäftigungen machen dein Handy für einen Moment zur Nebensache.

„was kann man in den Ferien machen jugendlich“
„was kann man in den Ferien machen mit Freunden“
„was kann man ohne Handy machen“

Wenn du dich das fragst, bist du nicht allein. Im Gegenteil: Danach wird regelmäßig bei Google gesucht. Offenbar hast du – genauso wie viele andere Jugendliche – das Bedürfnis, in den Ferien weniger Zeit am Handy zu verbringen. Wunderbar! 

Die große Frage ist anscheinend nur: Wie? Keine Sorge, we‘ve got you covered. 7 Aktivitäten zum Abschalten: Sammle hier Inspo für deine Sommer-Bucketlist und den Digital-Detox-Urlaub.

Vinted war gestern: einen Flohmarkt besuchen oder organisieren

Weniger Online, mehr IRL: Wie wär‘s, wenn du das nächste Outfit auf dem Flohmarkt shoppst? Hier gibt‘s echte Schnäppchen, zeitlose Vintage-Schätze und jede Menge Ferien-Spaß. Gleichzeitig sparst du dir Lieferzeiten, Versandkosten und unnötiges Verpackungsmaterial – vorbildlich! 

Noch besser: Wenn der Besuch zur Side Quest wird. Die langen Ferien sind genau der richtige Zeitpunkt, gemeinsam mit Freundinnen und Freunden einen eigenen Garagen-Flohmarkt zu organisieren – und dabei das Taschengeld aufzustocken. 

10 Tipps, die dir dabei helfen, einen Flohmarkt zu planen: 
 

  1. Die Ware: Does it spark joy? Ausmisten mit Hilfe der Marie-Kondo-Methode.
  2. Der Termin: Mit Doodle einen Tag finden, an dem die ganze Clique kann.
  3. Der Ort: Garage der Eltern, Vorgarten oder private Einfahrt? Kein Problem! Gehweg, Straßenecke oder öffentlicher Platz? Ordnungsamt fragen, was erlaubt ist und ggf. Genehmigung einholen.
  4. Die Logistik: Einen Tisch, eine Kleiderstange oder Decken aus dem Keller der Eltern auftreiben – die ansprechende Präsentation der Ware ist das A und O.
  5. Die Werbung: Canva-Flyer erstellen und austeilen, Infos über WhatsApp, Insta-Story etc. verbreiten.
  6. Der Aufbau: Familie um Hilfe bitten beim Transport und Aufbau.
  7. Die Preise: Vorab ein System mit verschiedenen Preiskategorien überlegen, Spielraum für Verhandlungen einplanen.
  8. Die Kasse: Wechselgeld mitbringen.
  9. Die Verpflegung: Ausreichend Wasser und Snacks besorgen.
  10. Die Unterhaltung: Eine Playlist erstellen und über Bluetooth-Boxen laufen lassen – Kundenmagnet.

Rad-Tour in die Walachei: Sommer wie in Tschick

Besser als Bildschirmzeit: Spontane Rad-Touren mit Freunden führen dich raus in die Natur. Ohne Ziel, ohne Plan, ohne Google Maps entdeckt ihr hinter der Häusersiedlung neue Abenteuer wie Maik und Tschick in Wolfgang Herrndorfs gleichnamigen Jugendroman. (Große Empfehlung, falls du Tschick noch nicht gelesen hast.)

Extra-Tipp für euren Abenteuer-Abschluss: Frag deine Eltern, ob du nach der Rad-Tour mit deinen Freunden eine Nacht im Garten schlafen darfst. Im August kann man hier nämlich nachts die Sternschnuppen der Perseiden zählen. Der Deal: Ihr dürft draußen schlafen, die Handys bleiben dafür drinnen – Digital Detox vom Feinsten.

#FotoChallenge zum Anfassen: Knipsen und Kleben

Einweg-Kameras auf die 1: In fast jedem Drogeriemarkt gibt es analoge Einweg-Kameras, die deinen Sommer in Schnappschüssen einfangen. Wenn der Film voll ist, kommst du nicht drum herum, die Fotos entwickeln zu lassen. Die ausgedruckten Bilder kannst du dann gleich in ein persönliches Fotoalbum einkleben.

Um dem Ganzen einen besonderen Sinn zu verleihen, empfehlen wir, dir eine kreative Foto-Challenge zu überlegen. Lass dich inspirieren:

  • Farben im Alltag

    Such dir eine Farbe aus und mach jedes Mal ein Foto, wenn dir die Farbe im Alltag begegnet. Häuserfassaden, Obststände, Blumenwiesen, Schaufenster, Autos oder die Kugel Eis – jedes Detail zählt.
  • „Wie ich dich sehe“

    Vielleicht kennst du den Trend von Social Media: Finde zu verschiedenen Kategorien passende Motive, die eine Person am besten beschreiben. Kategorien könnten sein: Pflanze, Eissorte, Tier, Ort etc. Am Ende entsteht ein ganz persönliches Porträt.
  • Die visuelle Sommer-Playlist

    Erstelle eine Playlist mit 27 Lieblingsliedern (27 ist die gängige Anzahl an Bildern auf Einweg-Kameras). Finde zu jedem Lied ein Motiv, das den Vibe besonders gut trifft und klick – wie ein Screenshot von der Melodie.
  • Ist das Kunst oder kann das weg

    „Zu verschenken“-Kisten vor dem Hauseingang und leuchtende Graffitis an den Fassaden – es sind die Details, die das Stadtbild malen. Achtsamkeit meets Urban-Ästhetik: Mach mal einen ganz bewussten Spaziergang durch dein Viertel und versuch auf neue, vielleicht störende, vielleicht skurrile Dinge zu achten. Alles, was dir auffällt, wird fotografiert. Am Ende gilt es, sich zu jedem Motiv eine Geschichte zu überlegen und hinten auf das Foto zu schreiben.
  • Postkartenmotive

    Es kann die Eisdiele bei dir um die Ecke sein, aber auch das in der Sonne glitzernde Wasser des Baggersees – fang Szenen ein, die sich als Postkartenmotiv eignen und Urlaubsgefühle verbreiten. Eine Challenge mit Mehrwert, denn …

Die Old-School-Version der Insta-Story: Postkarten schreiben

Hast du schon mal eine Postkarte verschickt? Wenn nicht, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, das nachzuholen. Klingt Old School, ist aber eigentlich total zeitlos. Du kannst die Karte selbst basteln oder am Kiosk um die Ecke besorgen. Um jemandem sonnige Grüße zu auszurichten, musst du nicht einmal verreist sein. 

Egal, von wo und egal, an wen, der Empfänger oder die Empfängerin freut sich bestimmt riesig über diese Aufmerksamkeit.

WhatsApp-Status? Beschäftigt damit, an einer Demo teilzunehmen

Welche Themen sind dir aktuell besonders wichtig? Klimaschutz, Wehrpflicht, Demokratie: Recherchiere am besten noch heute, wann die nächste Demo in deiner Nähe stattfindet, weihe deine Eltern ein und trommele ein paar Leute zusammen, mit denen du etwas bewegen möchtest. Denn: Deine Stimme zählt.

Die Aktivität geht weit über den Besuch der Veranstaltung hinaus. Vorher gilt es, sich über das Thema zu informieren, verschiedene Perspektiven kennenzulernen, zu diskutieren und natürlich kreative Plakate zu gestalten – ein Offline-Urlaub mit Sinn.

Nachbarschaftshilfe: streicheln, spielen und spazieren statt scrollen

Wusstest du, dass beim Hunde-Streicheln Stress abgebaut wird? Dafür verantwortlich ist das Glückshormon Oxytocin – ein Botenstoff, der beim Kuscheln im Gehirn ausgeschüttet wird.

Daher unser Tipp: Biete Unterstützung bei der Haustierbetreuung in deiner Nachbarschaft an. Das geht zum Beispiel über Plattformen wie Nebenan.deKleinanzeigen und lokale Foren oder Pinnwände im Supermarkt. Vom einmaligen Gassi-gehen bis zum regelmäßigen Dog-Sitting: Vielleicht benötigt auch jemand deine Hilfe beim Füttern der Katzen während des Urlaubs?

Der Magic Effect IRL: einen Zaubertrick lernen

Verblüffende Zauberei abseits von Magic Effects und Filtern auf TikTok: Überrasche deine Mitschülerinnen und Mitschüler nach den Ferien mit einem echten Zaubertrick. Initiale Tutorials gibt’s zahlreich bei YouTube. Alternativ kannst du dir in der nächsten Bibliothek ein Handbuch für angehende Zauberer ausleihen. 

Sobald du den Trick in der Theorie gecheckt hast, geht’s ans Training in der Praxis. Fingerfertigkeit trifft auf kognitive Kompetenz: Übung macht die Meisterin bzw. den Meistern.

FOMO lässt grüßen: Doch mal Angst, online etwas zu verpassen?

… das ist ganz normal. Vielleicht hilft es, wenn du dir eine kleine Challenge für Digital Detox setzt, um dich der FOMO zu stellen. Zum Beispiel:

  • dieses Wochenende nichts auf Instagram posten

  • unterwegs (in der Bahn?) nicht auf TikTok schauen

  • 3 Stunden am Stück nicht auf WhatsApp gehen (jederzeit wiederholbar)

  • zocken nur, wenn es regnet

  • Netflix in den Ferien erst ab 18 Uhr 

Fazit: Smartphone gegen Langeweile? Gibt Besseres …

Es geht ja gar nicht darum, komplett aufs Handy zu verzichten. Doch lohnt es sich, zwischendurch auch mal über den Bildschirmrand hinauszuschauen.

Beim nächsten Griff Richtung Handy, frag dich deshalb einfach mal: Brauche ich das Smartphone gerade wirklich? Oder ist mir einfach langweilig?