Gatekeeping
Der Begriff Gatekeeping stammt aus dem Englischen („gate“ = Tor, „keeping“ = bewachen) und beschreibt den Prozess, bei dem entschieden wird, welche Informationen, Ressourcen oder Personen Zugang erhalten und welche ausgeschlossen werden.
Früher lag diese Entscheidungsmacht vor allem bei mächtigen Akteurinnen und Akteuren wie Regierungen oder klassischen Medien (Zeitungen, Fernsehen, Radio), die auswählten, welche Nachrichten veröffentlicht wurden. Durch das Internet und insbesondere soziale Medien können heute auch Einzelpersonen Gatekeeping betreiben, etwa indem sie Inhalte teilen, ignorieren, kommentieren oder den Zugang zu Online-Gemeinschaften steuern.
Gatekeeping findet in vielen Bereichen statt, z. B. bei Nachrichten, politischem Wissen, sozialen Gruppen oder auch in Videospielen. Es kann positive Effekte haben, etwa die Sicherung von Qualität und Verlässlichkeit von Informationen, aber auch negative Folgen wie Ausgrenzung oder einseitige Darstellungen.