Framing
Framing bedeutet, dass Informationen oder Nachrichten in einen bestimmten Rahmen (englisch „frame“) gesetzt werden, um ihre Wirkung zu beeinflussen. Je nachdem, wie ein Sachverhalt präsentiert wird, welche Bilder dazu gezeigt werden oder welche Informationen weggelassen oder ergänzt werden, kann er ganz unterschiedlich wirken. Ein klassisches Beispiel: Ein Glas kann als „halbvoll“ oder „halbleer“ beschrieben werden. Die Fakten sind gleich, aber die Darstellung kann positiv oder negativ sein.
Framing beeinflusst die Wahrnehmung, Bewertung und das Handeln. Es ist ein Werkzeug, das in Medien, Politik, Werbung und besonders auf Social Media gezielt eingesetzt wird.
Die Sprache spielt hierbei eine wichtige Rolle. Bestimmte Worte entscheiden darüber, ob ein Begriff mit positiven oder negativen Dingen assoziiert wird. So kann Migration beispielsweise sowohl als „bereichernd“ oder „belastend“ in den Medien geframed werden. Jugendliche der Gen-Z können positiv als „offen und selbstbewusst“ oder negativ als „faul und selbstbezogen“ beschrieben werden.
Framing kann also gezielt genutzt werden, um Meinungen zu formen oder sogar zu manipulieren. Es können falsche Informationen verbreitet werden, die beispielsweise zu einer Verstärkung von Stereotypen und Vorurteilen führen können. Dies kann willentlich oder unbewusst geschehen. Deshalb ist es wichtig, kritisch zu bleiben und Informationen aus verschiedenen Perspektiven einzubeziehen.