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24 Stunden ohne Internet

Einen Tag lang offline gehen: Dank Smartphones begleitet uns das Internet inzwischen fast immer. Wie fühlt es sich da an, eine längere Online-Pause einzulegen? Wir haben die beiden YouTuber KranCrafter und Msfashionandcreative zum Selbstversuch gebeten, 24 Stunden in ihrem Alltag auf sämtliche Internetaktivitäten zu verzichten.

Schaut euch ihre Erlebnisse an und probiert’s einfach mal selber aus!

Videotranskription:

Szene: Der YouTuber KranCrafter liegt in seinem Bett. Er trägt einen Schlafanzug. Im Bild wird die Uhrzeit eingeblendet, es ist 23:03 Uhr.

KranCrafter: „Wir haben gerade 23:03 Uhr, ihr seht oben links, dass ich im Flugmodus bin und jetzt beginnt mein Offlineexperiment. Ich werde einen Tag lang offline sein, kein Twitter, kein Facebook, kein YouTube, kein Instagram, kein WhatsApp- nichts! Also nichts von dem, was ich sonst den ganzen Tag mache. Ich bin super gespannt und gehe jetzt erstmal schlafen und bringe möglichst viel Zeit von dem Tag rum und dann würde ich sagen, sehen wir uns morgen, wenn ich aufstehe wieder. Bis dann.“

Szene: Es ist morgen, KranCrafter ist im Badezimmer. Er trägt seinen Schlafanzug. Im Bild wird die Uhrzeit eingeblendet, es ist 07:27.

KranCrafter: „Die ersten 7,5 Stunden, nein 8,5 Stunden sind schon mal überstanden. Ich bin jetzt gerade aufgewacht und habe etwas gefrühstückt und jetzt mache ich mich fertig. Das ist eigentlich alles schon ziemlich komisch. Das, was ich als allererstes mache, wenn ich morgens aufstehe, ich gucke erstmal alles durch. Das ist jetzt auch wieder so eine Sache, ich könnte jetzt eigentlich auf den Vertretungsplan schauen von unserer Schule, also online, aber: Ist nicht.

Szene: KranCrafter ist in seinem Zimmer. Er trägt ein weißes T-Shirt mit einem Printmotiv. Im Bild wird die Uhrzeit eingeblendet, es ist 7:48 Uhr.

KranCrafter: „Ich habe mich jetzt fertiggemacht, seht ihr vielleicht. Und, ich habe schon mal festgestellt: Man hat deutlich mehr Zeit morgens, wenn man seine Zeit nicht „verschwendet“. Ist auf jeden Fall schon mal eine ziemlich gute erste Erfahrung, aber irgendwie habe ich schon so ein leichtes Bedürfnis, jetzt online zu gehen.

Szene: Es wird ein weißer Text auf gelbem Hintergrund eingeblendet: „Einige Schulstunden später…“

Szene: KranCrafter sitzt an seinem Schreibtisch in seinem Zimmer, im Hintergrund sieht man ein Bett und ein Bücherregal.

KranCrafter: „Ich bin jetzt aus der Schule zurückgekommen und in der Schule war das auch echt schon eine interessante Erfahrung. Mir ist erstmal aufgefallen, wie oft ich eigentlich in der Schule am Handy bin. Also im Unterricht mal irgendwie Nachrichten checken oder sowas, das machen wahrscheinlich auch viele von euch, obwohl man das nach den meisten Schulordnungen natürlich nicht tun sollte. Es ist auf jeden Fall eine Zeitersparnis, man kann sich mehr auf das Wesentliche konzentrieren, mehr auf die Schule und so gesehen, ist es auf jeden Fall so echt besser, aber irgendwie habe ich trotzdem die ganze Zeit, wenn meine Leute oder mein Banknachbar unter dem Tisch WhatsApp oder sowas geschrieben hat, dann habe ich schon so gedacht: „Yo, gönn du dir doch auch mal“. Ich frage mich gerade wirklich, was ich weiterhin mit meinem Tag anfangen soll, weil sonst stecke ich so, so viel Zeit da rein, dass ich mich gerade echt wundere „Yo, was kannst du jetzt noch machen?“. Keine Ahnung. Ihr seid auf jeden Fall dabei.“

Szene: KranCrafter läuft mit einem Freund durch den Wald. Die Uhrzeit wird im Bild eingeblendet, es ist 15:22 Uhr.

KranCrafter: „Hier ist der liebe Raul“

Raul: „Hallo“

KranCrafter: „Wir machen gerade hier gerade einen kleinen Spaziergang- und ja, wie findest du meine Entscheidung 24 Stunden lang offline zu sein?

Raul: „Sau krass!“

KranCrafter: „Der Raul ist gar nicht so ein schlimmer Internetmensch wie ich.“

Raul: „Überhaupt gar nicht. Ich kann auch mal auf den Flugmodus schalten.“

Szene: KranCrafter ist wieder alleine und läuft durch eine dunkle Straße. Die Zeit wird im Bild eingeblendet, es ist 17:43 Uhr.

KranCrafter: „Mittlerweile ist es dunkel, wie ihr ja wahrscheinlich unschwer erkennen könnt. Und irgendwie, langsam finde ich Gefallen daran. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass ich etwas gemacht habe aus meinem Tag und nicht den Tag komplett vergammelt habe.

Szene: KranCrafter ist wieder in seinem Zimmer, im Hintergrund sieht man eine Wand mit Postkarten und Plakaten. Die Uhrzeit wird im Bild eingeblendet, es ist 18:02 Uhr.

KranCrafter: „Ich werde jetzt komplett „Old School“ eine Freundin aus meiner Klasse anrufen und nach der Hausaufgabe fragen, weil ich kann ja nicht mehr in unserer Klassengruppe schreiben oder schauen, ob schon jemand anderes gefragt hat. Deshalb werde ich sie jetzt einfach anrufen.“

Szene: KranCrafter telefoniert.

KranCrafter: „Tagchen, alles klar bei dir? Du freust dich, dass ich anrufe oder? Kannst du mir sagen, was wir als Hausaufgabe aufhatten in Deutsch? Wie viel war das denn? Vier Seiten? Shit… Ok dann mach’s gut, tschüss. Dankeschön!“

Szene: KranCrafter hat das Telefon weggelegt und spricht wieder direkt in die Kamera.

KranCrafter: „Ok Leute, also ihr seht, es geht auch so. Ich muss jetzt erstmal vier Seiten Deutschaufsatz schreiben und dann wird wahrscheinlich ein bisschen Zeit vergangen sein und dann gucke ich mir vielleicht noch einen Film von einer DVD oder sowas an und dann ist vielleicht auch schon Zeit zum Schlafen, bzw. Internetzeit.“

Szene: Das Bild ist schwarz weiß, es wird dramatische Musik gespielt und man sieht KranCrafter auf dem Boden liegend Richtung seines Handys robben.

KranCrafter: „Internet…“

Szene: KranCrafter sitzt vor einer weißen Wand, er trägt einen dunklen Pullover mit Printmotiv.

KranCrafter: „Mein Fazit ist auf jeden Fall, dass ich das Internet gerne nutze und, dass das Internet wirklich nützlich ist. Also alles in Allem kann man sagen, dass man das Internet mehr nur dann benutzen sollte, wenn man es auch wirklich braucht. Also einfach dieses „Zeitvertreib-Internet“, sage ich mal, nimmt einem wirklich viel Zeit weg und nimmt vielleicht auch den Blick von wesentlicheren Dingen.“

Zum ausführlichen Selbstversuch von YouTuber KranCrafter: www.youtube.com/watch?v=OyIBJ2dDjys

 

Videotranskription:

Szene: YouTuberin Msfashionandcreative sitzt frontal zur Kamera. Im Hintergrund sieht man ein Regal mit Nagellacken und einen kleinen Plastikweihnachtsbaum. Im Bild wird eingangs folgender Text eingeblendet: „Der Selbstversuch. 24 Stunden ohne Internet, Smartphone...“

Msfashionandcreative: „Hallo meine Lieben, wie immer sind wir heute mal wieder gut vernetzt und andauernd online. Also ich denke, man könnte sich schon eine Welt ohne Internet gar nicht mehr vorstellen. Weil das ganze schon so krass ist, dieses Thema Internet, soziale Netzwerke oder sogar Smartphone, dachte ich mir: „Gamze komm, teste dich, indem du es wagst, 24 Stunden ohne Smartphone, ohne soziale Netzwerke wie auch ohne das Internet klarzukommen. Klar im ersten Moment dachte ich mir: „Komm schon Gamze, 24 Stunden, das muss machbar sein, aber das Ganze fing schon morgens an“.“

Szene: Gamze liegt im Bett, ihr Wecker klingelt.

Msfashionandcreative: „Statt mit meinem Handy wurde ich mit einem herkömmlichen Wecker geweckt, in dem Fall mit diesen Geräuschen „Möp, möp, möp“ und das war für mich ein absolut erschreckendes Gefühl. Ihr kennt das ja auch wahrscheinlich schon von meiner Morgenroutine, ich hänge ja dann immer noch an meinen sozialen Netzwerken oder antworte auf Nachrichten und da vergehen allein bei mir schon 15-20 Minuten.“

Szene: Msfashionandcreative sitzt frontal zur Kamera. Im Hintergrund sieht man ein Regal mit Nagellacken und einen kleinen Plastikweihnachtsbaum.

Msfashionandcreative: „Gamze war sofort wach, ich konnte aufstehen, bin ins Bad und im Bad war‘s dasselbe Spiel.“

Szene: Gamze ist im Badezimmer, man sieht sie aus der Perspektive ihres Spiegels. Sie wäscht sich das Gesicht und putzt sich die Zähne.

Msfashionandcreative: „Ich war noch nie so schnell fertig, wie an diesem Tag. Ich war total überrascht, als ich dann am Frühstückstisch saß und auf die Uhr schaute und dachte: „Du Gamze, du hast definitiv eine Stunde mehr vom Tag. Ja!“

Szene: Msfashionandcreative sitzt frontal zur Kamera. Im Hintergrund sieht man ein Regal mit Nagellacken und einen kleinen Plastikweihnachtsbaum.

Msfashionandcreative: „Dann hat natürlich mein Alltag begonnen, in dem Fall bin ich rausgegangen direkt mit dem Fahrrad- ich bin ja andauernd immer mit dem Fahrrad unterwegs. Hier habe ich sofort das Handy vermisst, denn eigentlich, wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin, tue ich mir einen Stöpsel ins Ohr stecken und höre immer dabei Musik oder ich telefoniere mit Freunden oder mit meiner Cousine oder sonst was. Das hat mir schon gefehlt, weil einfach diese Fahrt über total langweilig vergangen ist. Ja, dann bin ich in der Stadt angekommen und Leute ich musste sofort feststellen, also hallo, jeder Zweite in der Stadt hat das Handy ständig in der Hand, hängt ständig am Handy und da habe ich einfach nur gedacht: „Arme Welt!“. Also, dass wir schon so abhängig vom Internet sind, das ist schon echt abnormal. Ich habe natürlich meinen Tag ohne Handy im vollsten Zuge genossen. Ich habe auf Dinge geachtet, auf die ich normalerweise nie so achten würde, wenn ich mit dem Handy so abgelenkt bin. Dann war ich endlich daheim und dachte dann abends, es wäre doch mal toll, mal wieder einen DVD-Abend mit dem Liebsten zu verbringen. Und habe mir dann einen Film rausgesucht, wir haben uns hingesetzt und haben den Film angefangen anzusehen.

Szene: Gamze sitzt zusammen mit ihrem Mann vor dem Fernseher. Es ist dunkel im Raum bis auf das Licht des Fernsehers. Im Verlauf nimmt ihr Mann sein Handy in die Hand, sie nimmt es ihm weg.

Msfashionandcreative: „Jedoch musste ich auch hier gleich wieder feststellen, ich war nicht abgelenkt von irgendeinem Handy, aber mein Mann ständig! Der hat jedes Mal zum Handy gegriffen, so dass ich nach dem dritten oder vierten Mal einfach gedacht habe: „So! Scheiß egal, ich nehme jetzt das Handy weg.“ Und habe es dann weggenommen. Abends habe ich dann mich ins Bett gelegt und eigentlich auch hier wieder ein riesengroßer Pluspunkt an das ohne Internet sein.“

Szene: Msfashionandcreative sitzt frontal zur Kamera. Im Hintergrund sieht man ein Regal mit Nagellacken und einen kleinen Plastikweihnachtsbaum.

Msfashionandcreative: „Ich liege immer schon um elf im Bett, aber schlafe teils erst um zwei oder um drei. Das ist so ein blödes Gefühl, wenn man dann so kaputt und fix und fertig morgens aufsteht. Ich habe mich dann in mein Bett gelegt um elf, habe dann beschlossen ein Buch zu lesen.“

Szene: Gamze liegt im Bett und liest ein Buch.
Msfashionandcreative: „Da habe ich ein bisschen drin rumgeblättert, bis ich gemerkt habe, meine Augen fallen mir zu und es war gerade mal 12 Uhr. Ich habe das Buch weggepackt und lag im Bett.“

Szene: Msfashionandcreative sitzt frontal zur Kamera. Im Hintergrund sieht man ein Regal mit Nagellacken und einen kleinen Plastikweihnachtsbaum.

Msfashionandcreative: „Das war also mein Tag ohne Internet, Smartphone, soziale Netzwerke. Leute, am nächsten Tag habe ich dann gestalkt! Da wurde gestalkt! Meine YouTube-Seite habe ich gecheckt! Aber, man kann mal einen Tag auf Internet oder sonst was verzichten, das ist mein Fazit dazu.“

Zum ausführlichen Selbstversuch von YouTuberin Msfashionandcreative: www.youtube.com/watch?v=j1RmEMztElk

 

Ob hier zu viel Zeit im Internet verbringt, könnt ihr im Selbsttest „Check dich selbst“ rausfinden.