Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit |
Newsletter zur gesunden Mediennutzung 2025-2 |
Liebe Leserinnen und Leser, |
die Adventszeit lädt dazu ein, zur Ruhe zu kommen und Zeit miteinander zu verbringen. Doch gerade jetzt wird deutlich, wie sehr digitale Medien unseren Alltag prägen, auch und besonders den von Jugendlichen. Zwischen Schulstress, sozialen Medien und Streaming-Angeboten fällt es vielen schwer, einen gesunden Ausgleich zu finden und die besinnliche Vorweihnachtszeit zu genießen. Für Pädagoginnen, Pädagogen und Fachkräfte ist dies eine wertvolle Gelegenheit, Jugendliche und ihre Familien für eine reflektierte Mediennutzung zu sensibilisieren, nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern durch Impulse, die zum Nachdenken und gemeinsamen Gestalten anregen. Passend dazu möchten wir Sie herzlich auf unseren Online-Adventskalender auf www.ins-netz-gehen.de aufmerksam machen. Seit dem 1. Dezember öffnet sich dort jeden Tag ein Türchen mit Anregungen, Ideen und Materialien für Familien: kleine Challenges, Gesprächsanlässe und kreative Aktivitäten rund um das Thema „Gesunde Mediennutzung im Alltag“. Wir laden Sie ein, den Kalender in Ihrer Arbeit weiterzugeben: an Eltern, Jugendliche oder Kolleginnen und Kollegen und so gemeinsam dazu beizutragen, dass die Adventszeit nicht nur digital, sondern auch bewusst, gemeinschaftlich und erholsam gestaltet wird. Ihre Redaktion von Ins Netz gehen |
TOP THEMA |
Adventskalender |
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Der diesjährige Adventskalender richtet sich an Eltern und Familien. Es warten viele Tipps und Ideen für eine entspannte, medienfreie Adventszeit. Öffnen Sie jeden Tag ein Türchen und lassen Sie sich überraschen! |
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Wissen für Lehr- und Fachkräfte |
Handy im Unterricht – Wie verhalte ich mich richtig? |
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Mit dem digitalen Wandel hat das Handy auch in Schulen Einzug gehalten und steht dort den Jugendlichen potenziell immer zur Verfügung. Schulen und Lehrkräfte versuchen daher bereits ihr Möglichstes, um den Handykonsum auf dem Schulhof und im Unterricht nicht überhandnehmen zu lassen. Meist geschieht das in Form vollständiger oder teilweiser Handyverbote, die von Schülerinnen und Schülern jedoch nicht in allen Fällen angenommen werden. Dieser Artikel geht dieser Thematik auf den Grund und sammelt Tipps für Lehrkräfte, wie ein maßvoller Umgang mit dem Handy an Schulen aussehen und Akzeptanz von allen Seiten erreicht werden kann. |
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Ergebnisse der Drogenaffinitätsstudie |
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Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG; zuvor Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, BZgA) hat die Ergebnisse der Studie „Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2023 – Substanzkonsum und Internetnutzung im Jahr 2023 und Trends” veröffentlicht. Dieser Forschungsbericht wertet, wie bereits in den Jahren 2011, 2015 und 2019, die Nutzung von digitalen Spielen und Internetangeboten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus. Bei der Drogenaffinitätsstudie handelt es sich um eine deutschlandweite Repräsentativbefragung von über 7.000 Personen im Alter zwischen 12 und 25 Jahren. |
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Wissen für Eltern |
Online-Shopping-Sucht bei Jugendlichen |
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Wenn Shoppen zur Gewohnheit wird – und zur Gefahr Online-Shopping gehört längst zum Alltag, auch für viele Jugendliche. Ob Kleidung, Technik oder Accessoires: Mit wenigen Klicks ist der Einkauf erledigt. Soziale Netzwerke wie TikTok oder Instagram sowie Plattformen wie Shein, Zalando oder Amazon fördern das schnelle Konsumverhalten zusätzlich. Was harmlos beginnt, kann jedoch in ein problematisches Kaufverhalten übergehen. In unserem Artikel erfahren Eltern, woran sie exzessives Online-Shopping bei ihrem Kind erkennen, welche Ursachen dahinterstecken und wie sie gemeinsam gesunde Einkaufsgewohnheiten fördern können. |
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Tricks bei der Medienzeit? Was Eltern wissen sollten |
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Viele Eltern setzen klare Regeln und Zeitbegrenzungen für Smartphone, Tablet oder Computer. Manche haben dennoch den Verdacht, ihr Kind ist viel länger online als erlaubt. Aber wie gelingt es Kindern und Jugendlichen, die Bildschirmzeit zu umgehen? Was Eltern tun können, um Medienzeiten sinnvoll zu begrenzen und deren Einhaltung sicherzustellen, wird in diesem Artikel beleuchtet. |
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Neue Inhalte für Jugendliche |
Verstörende Inhalte im Netz – Tipps gegen belastenden Content |
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Beim Scrollen durch Social Media oder in Gruppenchats kann es passieren, dass Jugendlichen verstörende Videos begegnen. Solche schockierenden Inhalte, sogenannter Tasteless Content, zeigen oft echtes Leid und können stark belasten. Jugendliche erfahren in diesem Artikel, wie sie sich davor schützen können und was zu tun ist, wenn man unbeabsichtigt damit konfrontiert wird. |
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Handyverbot in der Schule: Was ist erlaubt und was nicht |
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Jugendliche haben ihr Smartphone immer dabei. Aber: In der Schule ist das meist nicht erlaubt, denn in vielen Schulen gilt ein Handyverbot. Oft bleibt dabei unklar, ob eine Lehrkraft Schülerinnen und Schülern zum Beispiel einfach das Handy abnehmen darf. Und welche Ausnahmen gelten? Hier erfahren Jugendliche, warum es Handyverbote gibt, welche Regeln sinnvoll sind und wie sie auch an ihrer Schule mitbestimmen können. |
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Materialien |
Sticker für Jugendliche: Zum Verteilen und zur Auslage |
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Die beliebten Sticker von „Ins Netz gehen“ für Jugendliche können ab sofort wieder im BIÖG-Shop bestellt werden. Sie eignen sich zur Auslage in Beratungsstellen, zum Verteilen auf Veranstaltungen oder in der Klasse. |
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Geklärt – Was ist was? |
| | Phishing Der Begriff „Phishing“ stammt vom englischen Wort “fishing” (deutsch: Angeln) und bezeichnet den Versuch, vertrauliche Informationen wie Passwörter, Kreditkartendaten oder andere persönliche Daten auf betrügerische Weise zu erlangen. Dies geschieht meist über gefälschte E-Mails, Webseiten oder Anrufe, die seriösen Quellen täuschend echt nachempfunden sind. Dadurch sollen Betroffene dazu verleitet werden, ihre Daten preiszugeben, ohne dass sie die Manipulation bemerken. | | | | | | Doxing Der Begriff Doxing, oder auch Doxxing, stammt aus dem Englischen („docs“ = Dokumente) und ist eine Kurzform für „document tracing“, auf Deutsch: Dokumentenrückverfolgung. Beim Doxing sammeln Menschen personengebundene Daten, die sie ohne die Zustimmung der betreffenden Person veröffentlichen. Dies erfolgt meistens über Social Media oder andere Online-Plattformen. Laut § 126a Strafgesetzbuch (StGB) zählt dies zu gefährdendem Verbreiten personenbezogener Daten und ist somit strafbar. | | | | | | | |
Hätten Sie's gewusst? |
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| Was versteht man unter Clickbait? - Das ist eine andere Bezeichnung für „Fake News“. Dahinter verbergen sich Falschmeldungen, die Aufmerksamkeit erregen sollen.
- Clickbait soll durch besonders reißerische Überschriften neugierig machen und zum Anklicken eines Posts oder eines Videos verleiten.
- Durch Clickbait sollen Daten von Besuchern einer Webseite abgefangen werden.
- Als Clickbait bezeichnet man den Button am Ende eines Artikels, der zum Teilen auf Social Media anregen soll.
Im Jugendbereich von „Ins Netz gehen“ können Jugendliche ihr Wissen rund um die digitale Medienwelt testen. Probieren Sie es doch mal im Unterricht oder in Projekten aus und kommen Sie ins Gespräch! Zu jeder Antwort gibt es eine Rückmeldung und Tipps. |
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Kurz vorgestellt |
Neues Rehabilitationsprogramm zur Medienabhängigkeit bei Kindern und Jugendlichen (MeKi) |
Im Rahmen des Modellprojekts „Medienabhängigkeit bei Kindern und Jugendlichen (MeKi)“ wird ein stationäres Rehabilitationsprogramm mit anschließender Nachsorge für Kinder und Jugendliche mit Medienabhängigkeit im Alter von 12 bis 17 Jahren entwickelt. Das Programm wird von der Charité Universitätsmedizin Berlin in Kooperation mit der Klinik Schönsicht und der Deutschen Rentenversicherung durchgeführt. Ärztinnen und Ärzte können Kinder und Jugendliche mit einem problematischen Medienkonsum für das Programm anmelden. |
Bildnachweise: „Adventskalender“: © BIÖG „Handy im Unterricht“: © Monkey Business – stock.adobe.com „Drogenaffinitätsstudie“: © Drobot Dean – stock.adobe.com „Online-Shopping“: [Leylaynr] via GettyImages „Tricks Medienzeit“: [lechatnoir] via GettyImages „Handyverbot“: [StockPlanets] via GettyImages „Verstörende Inhalte“: [kali9] via GettyImages „Sticker“: © BIÖG |