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Wie Computer und Co süchtig machen können

Wenn du das Gefühl hast, dass Computer und Internet eine viel zu große Rolle in deinem Leben eingenommen haben und du das ändern möchtest, dann musst du das nicht allein schaffen. Es gibt zum Beispiel zahlreiche Beratungsstellen, bei denen du dir Unterstützung holen kannst. Wir haben uns einmal umgesehen, wie es dort so zugeht und einen Suchtberater gebeten, uns von seinem Arbeitsalltag zu berichten.

Videotranskription:

Beschreibung: Die jugendliche Moderatorin sitzt in einem Besprechungszimmer und ist frontal zu sehen.

Moderatorin: „Wir sind hier in Berlin in der Beratungsstelle ‘Lost in Space‘. Hier können Jugendliche, deren Freunde und Eltern herkommen, wenn sie ein Problem mit Computer und Internet haben. Gemeint ist aber nicht, wenn der PC streikt, sondern wenn sie zu viel Zeit vor dem Rechner verbringen.“

Beschreibung: Perspektivwechsel. Die Kamera blickt dem Interviewpartner über die Schulter, Moderatorin sitzt vor ihm und spricht ihn direkt an.

Moderatorin: „Hallo, Herr Wlachojiannis! Wer sind Sie und was machen Sie hier eigentlich?“

Beschreibung: Perspektivwechsel. Beide Personen sind nun im Profil sichtbar. Im Zimmer sind Pflanzen und ein Bild zu sehen. Die Moderatorin, die links sitzt, hält ein Mikrofon in Richtung des Interviewpartners.

Herr Wlachojiannis: „Ich bin Sozialarbeiter von Beruf und arbeite hier in der Beratungsstelle ‚Lost in Space‘. Das ist eine Einrichtung für Computerspiel- und Internetsüchtige.“

Beschreibung: Perspektivwechsel. Wieder blickt die Kamera dem Interviewpartner über die Schulter. Er ist nur angeschnitten, die Moderatorin von vorn zu sehen.

Moderatorin: „Ein ganzer Laden nur für Computer- und Internetsüchtige. Haben Sie da viel zu tun?“

Beschreibung: Perspektivwechsel. Der Interviewpartner ist rechts im Bild in Nahaufnahme zu sehen. Während der Antwort erfolgt ein weiterer Perspektivwechsel. Die Moderatorin und der Interviewpartner sind wieder beide im Profil im Bild zu sehen.

Herr Wlachojiannis: „Wir haben auf jeden Fall jede Menge zu tun. Berlin ist ja auch eine riesige Stadt, wo unsere Beratungsstelle ist. Und wir hatten letztes Jahr über 200 Leute, die zu uns gekommen sind, die gesagt haben, ich hab ein Problem mit Computer. Oder das waren Eltern, die gesagt haben, unsere Kinder sind zu viel am PC.“

Beschreibung: Perspektivwechsel. Die Kamera blickt dem Interviewpartner wieder über die Schulter. Die Moderatorin ist frontal zu sehen.

Moderatorin: „Wer kommt den hauptsächlich zu Ihnen?“

Beschreibung: Perspektivwechsel. Wieder Nahaufnahme des Interviewpartners. Er schaut von rechts nach links.

Herr Wlachojiannis: „Das sind meistens Eltern, die sagen: ‚Wir machen uns Sorgen, dass unsere Kinder,  die Jugendlichen so viel vor dem PC sitzen.“  Aber es sind auch Jugendliche oder junge Erwachsene, die von sich aus kommen, die sagen: „Ich spiele den ganzen Tag PC, ich habe irgendwie Stress und Ärger deswegen und kriege deshalb Probleme.“

Beschreibung: Schnitt. Perspektivwechsel. Moderatorin frontal in der Nahaufnahme.

Moderatorin: „Und was sagen die Eltern dann so? Was sind deren typische Ängste und Sorgen?“

Beschreibung: Perspektivwechsel. Die Moderatorin ist nun von hinten zu sehen, der Interviewpartner frontal mit dem gesamten Körper. Im Hintergrund ist das Besprechungszimmer sichtbar mit einem Schreibtisch und einem Computer. Im Laufe der Antwort folgt ein Zoom auf den Interviewpartner. Schnitt. Der Interviewte ist wieder in Nahaufnahme zu sehen.

Herr Wlachojiannis: „Also die meisten Eltern kommen und sagen, sie haben total Sorgen und Angst, dass ihre Kinder internetsüchtig oder computerspielsüchtig sind. Sie haben Angst, dass die Dinge des Alltags vernachlässigt werden und machen sich große Sorgen, weil ihre Tochter oder ihr Sohn den ganzen Tag vor dem PC sitzt. Und häufig machen sie sich Sorgen, weil sie denken, die schulischen Leistung en werden schlechter.  Und das ist einer der Gründe, warum die Eltern zu uns kommen.“

Beschreibung: Perspektivwechsel. Wieder frontale Nahaufnahme der Moderatorin.

Moderatorin: „Wo genau beginnt eigentlich Computer- und Internetsucht?“

Beschreibung:  Perspektivwechsel. Beide Personen sind wieder im Profil zu sehen. Sie sitzt links, er rechts. Während seiner Antwort erfolgt ein Zoom-Out. Nach einem Schnitt ist der Interviewpartner wieder in Nahaufnahme sichtbar.

Herr Wlachojiannis: „Generell ist es wichtig zu sagen, dass Computerspiele und Internet überhaupt nichts Schlechtes sind. Das ist Teil der Jugendkultur  und nicht mehr wegzudiskutieren. Und wenn man mal ein neues Spiel hat, ist es auch nicht schlimm, wenn man dann am Anfang viel spielt, viel Zeit investiert. Problematisch ist, wenn dieses Verhalten auch andauert. Wenn die lange Spielzeit auch nicht weniger wird und die Dinge des Alltags, vor allem Schule undsoziale Kontakte extrem darunter leiden.“

Beschreibung: Perspektivwechsel. Erneut blickt die Kamera dem Interviewpartner über die Schulter. Die Moderatorin ist frontal zu sehen.

Moderatorin: „Und wie genau helfen Sie da?“

Beschreibung: Zu Beginn der Antwort ist die Moderatorin noch zu sehen. Nach einem Schnitt erfolgt erneut eine Nahaufnahme des Interviewpartners.

Herr  Wlachojiannis: „Also wir hören uns das erst einmal an. Wir nehmen erst einmal jeden an, der zu uns kommt. Und wir versuchen die Leute zu motivieren, sich für andere Dinge zu interessieren. Das heißt: weg vom PC, wieder mehr zu realen Aktivitäten, weg vom PC, mehr Freunde treffen, Alternativen. Das ist unser Motto bei uns in der Beratungsstelle.“

Beschreibung: Perspektivwechsel. Beide Personen sind wieder im Profil zu sehen, sie links, er rechts. Während der Abmoderation dreht sich die Moderatorin vom Interviewpartner weg und blickt direkt in die Kamera. Dabei zoomt die Kamera auf sie. In der Abschlusseinstellung ist die Moderation frontal in Nahaufnahme zu sehen.

Moderatorin: „Vielen Dank für das Gespräch. Und ihr könnt euch noch weiter auf unserer Seite umschauen. Hier findet ihr noch mehr Infos zum richtigen Umgang mit Computer und Internet. Macht doch mal unseren Selbsttest und schaut, ob bei euch noch alles in Ordnung ist!“